Wie sieht es bei Dir aus mit der Selbstfürsorge? Passt Du gut auf Dich selbst auf? Oder vernachlässigst Du Dich manchmal?

Vielleicht hast Du Dich schon einmal ganz bewusst mit dem Thema „Self-Care“ beschäftigt und Dir diese Fragen gestellt. Nicht? Nicht schlimm, vielleicht machst Du ganz intuitiv alles gut so, oder Du fängst damit nach diesem Beitrag an.

Der Begriff der Selbstfürsorge beinhaltet den sorgsamen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Ressourcen. Eine ausreichende Selbstfürsorge steigert Deine Lebensqualität und macht Dich stark, gesund und positiv, um für die Herausforderungen des Lebens gewappnet zu sein. Mangelnde Selbstfürsorge macht sich leicht dadurch bemerkbar, dass Du Dich überlastest und ausgebrannt fühlst und an innerer Widerstandskraft verlierst. Ich denke, dass sich jeder von uns schon mal in einer solchen Situation wiedergefunden hat.
Heutzutage gibt es viele Bücher, Berichte und Coaching-Programme zu diesem Thema. Konzepte oder selbst ernannte ‚Self-Care-Gurus‘, die sich gerne mit einem ’10-Punkte-Plan‘ oder der goldenen Regel für mehr Selbstfürsorge vermarkten. Wir alle haben diese Anleitungen schon mal irgendwo im Bücherregal gesehen. Regelwerke für perfekte Lebensbedingungen und einen idealen Umgang mit sich selbst in allen Lebensbereichen – Wellness, Yoga, Business, Familie…
Kann das funktionieren?

Selbstfürsorge hilft, wenn Du selbst für Dich sorgst.

 

Möglicherweise kann es Dich inspirieren, jemand anderem zu folgen oder Dich in ein anderes Leben rein zu lehnen. Vielleicht gibt es Dir spontan sogar etwas Sicherheit, einer offensichtlich verlässlichen Anweisung zu folgen, wie Du Dein Leben verändern musst, um glücklicher und entspannter zu sein. Genau an diesem Punkt entsteht allerdings ein großes Problem: Anweisungen, Lebenswege und Erfahrungen eines anderen sind nicht Deine. Die Regeln eines anderen bringen Dich leider mit kaum einer Ausnahme auf lange Sicht weiter von Dir weg selbst, als Dir lieb ist. Es muss also einen besseren Weg geben… Deinen Weg.

Sei Dein eigener Guru. Antworte auf die Botschaften, die Dir Dein Körper sendet.

 

Dein Körper führt ununterbrochen eine Unterhaltung mit Dir. Du musst ihm nur zuhören.
Es hört sich fast trivial an. Die Wahrheit ist, dass dieses Zuhören anfänglich und auch immer wieder viel Achtsamkeit und Aufmerksamkeit bedarf. Das Zuhören beginnt aus einem Raum der Ruhe und Gelassenheit. Keine Botschaft und kein Signal Deines Körpers wird je Dein Gehör finden, wenn ständige Anspannung und Hektik Deinen Alltag bestimmen und kein Platz für Dich bleibt. Schaffe Dir daher einen Raum, aus dem Du zuhören kannst. Glaube daran, dass das was Du hören kannst, wert ist gehört zu werden. Reagiere auf die Botschaften und schenke Dir Deine eigenen Antworten. Du wirst bemerken, dass Du Dich anfangs intensiver darauf konzentrieren musst und die Übung der Selbstfürsorge immer selbstverständlicher und leichter wird. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Du sogar große Freude an dieser Übung finden wirst und Dich die Übung mindestens genauso inspirieren wirst, wie das Ergebnis. Lass genügend Raum offen für diesen Prozess…

...bis dass irgendwann jeder Moment ein Moment sein wird, in dem Du für Dich selbst sorgst.

 

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Wenn Du noch auf der Suche nach einer Praxis bist, die etwas mehr Raum für Dich entstehen lässt, dann probiere vielleicht einfach mal folgendes:

Nimm Dir diesen Moment und finde einen bequemen Stand oder Sitz.
Schließ‘ Deine Augen und richte den Fokus voll und ganz auf Deine Atmung.
Gönn‘ Dir ein paar weiche & lange Atemzüge.

Beobachte, wie Einatmung kommt… und Ausatmung ganz natürlich und automatisch wieder fließt. 

Nimm‘ wahr, wie jede Einatmung mehr Raum für Dich schafft und jede Ausatmung mehr Weichheit in Deinen Körper bringt. 

Atme tief ein und dehn‘ Dich aus. 
Atme lang aus und lass‘ los. 

Bleib‘ in Deinem Rhythmus… so lange wie Du magst.