Ein paar Gedanken dazu, was Bewegungen im Einklang mit Dir selbst mit der perfekten Ausrichtung zu tun haben.

Wenn man sich im Internet oder einer enormen Auswahl an Büchern bedienen möchte, um etwas über Yoga zu erfahren, dann stößt man unumgänglich auf eine genaue Beschreibung von einzelnen Yogaposen. Der große Anteil aller Yogastile fokussiert sich eben genau darauf: das Anleiten von Haltungen in der vermeintlich ‚korrekten’ Ausführung. Strala Yoga unterrichtet Bewegungen. Warum? Ein paar Gedanken dazu für Euch.

Formen bringen Urteil. Formen sind Grenzen.

Die detaillierte Anleitung von Yogaposen führt uneingeschränkt dazu, dass Du Dich in eine Form bringst, in der es Dir selbst oder anderen möglich gemacht wird, über richtig und falsch zu urteilen. Diese Übungsweise bedingt, dass Deine Aufmerksamkeit nach Innen immer wieder durch die Bewertung Deiner äußeren Darstellung gestört und unterbrochen wird. Möglicherweise machst Du Dir Gedanken darüber wie Du aussiehst, ob Du korrekt positioniert bist oder Deine Muskeln rotiert und gut angespannt sind. Der dadurch entstehende Raum für Beurteilung von ‚richtig oder falsch’ bringt ganz selbstverständlich mit sich, dass Du ‚korrekt & richtig’ sein möchtest – das ist eine ziemlich menschliche Eigenart.

Viele Yogalehrer korrigieren die Yogis auf der Matte durch Wörter oder Berührungen und vermitteln auf diese Weise ein sehr universelles Bild einer Yogahaltung ohne Berücksichtigung von individuellen Bedürfnissen.
Es ist, als wäre Ziel des Yoga, eine bestimmte Haltung in perfekter Symmetrie oder Balance zu meistern. Es ist, als sei genau das die perfekte Ausrichtung… eine Form – eine Grenze, ein Urteil.

Bewegungen bringen Freiheit. Bewegungen sind formlos.

Strala Yoga leitet Bewegungen an und nutzt die Yogahaltungen als Wegweiser und nicht als Endpunkte in Deiner Praxis. Diese Übungsweise bringt mit sich, dass Du Dich auf Deiner Matte viel freier fühlen und mit Dir selbst verbinden kannst. Der Verzicht auf das lange Halten von Yogaposen führt Dich zurück zu Deinem eigenen Gefühl und schafft daher einen direkten Zugang nach Innen. Äußere Formen und einhergehende Bewertungen verlieren die Wichtigkeit und es beginnt eine schöne, beständige Reise, von innen heraus nach Außen stark und kraftvoll zu werden. Die perfekte Ausrichtung entsteht aus Dir selbst und Deinen Bewegungen. Die Yogahaltungen verlieren ihre Grenzen, da sie einzig und allein als Wegweiser Deiner Praxis dienen, alles andere bist Du.

Ein Gebäude besteht nicht nur aus dem Dach und den Wänden, sondern aus dem Raum, der darin belebt wird.

Hand aufs Herz: Möchtest Du Deinem Yogalehrer wirklich die Macht und Entscheidungsfreiheit darüber lassen, wie Du Dich gut fühlst und Du am besten funktionierst? Vielleicht stellst Du Dir selbst einmal die Frage, ob Du schon mal erfolgreich darin warst, jemanden glücklich zu machen, gut zu beraten oder gar zu verändern, in dem Du eine Glasglocke gefüllt mit Deinen eigenen Regeln, Deinen Erfahrungen und Gefühlen über diese Person gestülpt hast? Nein? Gut so… denn es kann gut sein, dass diese Person eher unter dieser Glocke erstickt wäre.

Was heißt das für Dein Yoga? Unabhängig davon, ob Du zu Hause für Dich übst oder Yogaklassen im Studio besuchst – wie fühlt sich der Gedanke an, dass Du die Inspirationen, den Ablauf der Stunde, die Flows und Anleitungen als Grundgerüst eines Gebäudes betrachtest und der Raum darin mit ganz viel Liebe, Selbstfürsorge, Achtsamkeit und Deiner guten Ausrichtung von Dir selbst gestaltet wird? Gut? Dann leg los. Du hast ausreichendes Wissen und genügend Kraft, den Raum für Deine perfekte Ausrichtung zu kreieren.

Die perfekte Ausrichtung ist immer.

In Interviews oder Aussagen über Strala Yoga lässt sich hin und wieder nachlesen, dass dies ein Yogastil sei, bei dem nicht so viel Fokus auf der Ausrichtung liegt. Bei dieser Formulierung werden allerdings ein paar entscheidende Details vergessen. Der Fokus liegt ganz sicher nicht auf einer universell anwendbaren Ausrichtung, wenngleich die Individualität der körperlichen Anordnung und effizienten Benutzung oberste Priorität hat – IMMER.

Sich bedienend aus bekannten östlichen Traditionen und Lebensphilosophien (wie z.B. Taiji, Shihatsu, Qigong), wird die Aufmerksamkeit auf die einzig wahre individuelle Realität gelenkt. Auf Basis dieses Wissens entsteht eine gute körperliche Positionierung durch das Üben von Weichheit, Sanftheit und Freiheit in den Bewegungen, verbunden mit den persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten zu jeder Zeit.

‚Zu jeder Zeit‘ ist ein guter Stichpunkt – es lohnt sich darüber nachzudenken, ob Du die Praxis einer guten physischen Ausrichtung nur auf den Moment der Ausübung einer Yogapose schieben möchtest. Möglicherweise ist das dieser Moment, in dem Dir jemand Regeln auferlegt, wie Du zu sein hast.
Vielleicht klingt es für Dich interessant, wenn es eine Alternative gibt, die mehr Möglichkeiten im Leben, mehr Verbindung im Alltag und letztendlich mehr Heilung zu jedem Zeitpunkt mit sich bringt: Strala Yoga.

Wir üben Leben.

Lasst uns dessen bewusst werden: Keinen von uns wird es weiterbringen, wenn wir uns für eine Stunde Yoga am Tag anleiten lassen, wie wir uns vermeintlich gut und richtig bewegen können. Eine Yogapose ist ein sehr eingeschränkter, minimalistischer Bereich, in dem wir eine gute körperliche Verfassung üben können.

Wir alle haben mehr davon, wenn wir auf der Yogamatte beginnen, uns in den Bewegungen gut zu fühlen und uns individuell ausrichten, damit diese Philosophie auch abseits der Matte ihren Nutzen hat. Damit Du Zugang zu Deinem ganzen Potential bekommst – im Leben.