Eine gute Verbindung in Gemeinschaft entsteht dort, wo ein einzelner Mensch in einer guten Verbindung zu sich selbst bleiben kann.

In unserem ersten deutschen Strala Yoga Intensive am vergangenen Wochenende haben wir uns an den zwei Trainingstagen unter anderem intensiv mit der Verbindung zu uns selbst und zu anderen Menschen beschäftigt.
Da kommt bei dem einen oder anderen sicherlich die Frage auf: „Was haben denn andere Menschen mit meinem Yoga zu tun?“ Nun ja, letztlich trägt das Wort Yoga die Antwort in sich selbst. Yoga bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt ‚Vereinigung’ oder ‚Verbindung’. Wir können diese Worte sehr isoliert betrachten und lediglich die Vereinigung und Verbindung zu uns selbst fokussieren – zugegeben ist da ja auch schon genug zu tun. Die Stärkung einer Verbindung zu uns selbst, das Beleben von innerer Harmonie und Selbstliebe ist die Essenz der Praxis auf der Yogamatte.
Wie aber kann uns diese Verbindung außerhalb der Yogamatte dienlich sein? Was passiert, wenn die Yogastunde zu Ende ist?
Die Antworten auf diese Fragen sind sehr vielfältig. Ein Leben in Frieden und Harmonie mit uns selbst macht uns kraftvoll, stark, authentisch, reflektiert, kreativ, zufrieden, erfolgreich… – diese Liste lässt sich beliebig lang weiter ausdehnen. Nicht zuletzt und dennoch oft nicht mitbedacht entsteht die Möglichkeit, durch die eigene Verbindung ebenso kraftvolle Verbindungen im Außen zu kreieren.

Das Bedürfnis nach Nähe und sozialen Beziehungen ist ein menschliches Grundbedürfnis

Und warum sprechen wir überhaupt über Verbindungen zu anderen Menschen?
Die Antwort darauf ist einfach: Das Bedürfnis nach Nähe und sozialen Beziehungen ist ein menschliches Grundbedürfnis, genau wie Essen, Trinken und Schlafen. Vollkommen unabhängig in welchem sozialen Gefüge wir uns bewegen (Familie, Arbeit, Freizeit…), es liegt in der Natur des Menschen, in Gemeinschaftsgefügen zu leben. Ein Gefühl der Zugehörigkeit gibt dem Leben mehr Sinn und Geborgenheit.
Die Krux ist, dass wir mit Verbindungen im Außen oft Definitionen assoziieren, wie jemand zu sein hat, wenn eine Verbindung ‚funktionieren’ soll – eine menschliche Eigenart, die die Schattenseite einer Verbindung zum Vorschein bringt und eine Freundschaft oder einen Familienzusammenhalt letztlich nicht nährt und nachhaltig stützt.

Auf der Yogamatte kommt diese Eigenart zum Vorschein, wenn der Yogalehrer den Schüler auf der Matte mit Handgriffen verändern möchte. Das Leitbild einer bestimmten Yogapose geht voran und dient als Gestaltungsgrundlage für Manipulation des eigenen körperlichen Ausdrucks.

Die eigene Verbindung ist Grundlage für funktionierende menschliche Interaktion.

Zurück von der Matte ins Leben: Ein tiefes Gemeinschaftsgefühl, wo man Mensch unter Menschen ist, entsteht nur, wenn die Gemeinschaft eine geistige Weite hat, die Verschiedenheit und Individualität wirklich unterstützt. Akzeptanz und Wertschätzung anderer Menschen, Fähigkeiten, Meinungen und Lebensformen bauen auf den Nährboden der eigenen Verbindung. Je mehr wir selbst mit uns im Einklang stehen, umso einfacher können wir andere Sichtweisen annehmen und sein lassen.

Und nun wieder zurück zu unserer Yogapraxis.
Je mehr Du für Deine Verbindung zu Dir selbst sorgst, umso fruchtvoller und intensiver werden Deine Verbindungen mit anderen Menschen. Eine echte Verbindung kann nicht schöner sein, wenn sie aus vielen authentischen und ehrlichen Teilen besteht. Die eigene Verbindung ist Grundlage für funktionierende menschliche Interaktion.
In unserem Strala Intensive Training haben wir uns die eigene Verbindung zu Nutze gemacht, um einen guten Kontakt zu anderen Menschen herzustellen – in Gesprächen, Berührungen, in der Gemeinschaft.

Alles ist für Alles gut. Die Beziehung zu Dir selbst ist die Grundlage für die Beziehung zu anderen.

Forming a positive connection with others begins by forming a positive connection with yourself.

– Strala Yoga